26.04.2018 / Allgemein / /

Sessionshöck in Amden: Die CVP Linth besucht Asylzentrum Bergruh

Zur Sessionsvorschau lud die CVP Linth ihre Mitglieder und Interessierte am 16. April zum Sessionshöck nach Amden ein. Zum Auftakt des Abends wurden die Gäste von Zentrumsleiter Stephan Trachsel und Marco Gander durchs kantonale Zentrum für Asylsuchende geführt und bekamen so einen interessanten Einblick in den Alltag der Bergruh. Das Asylzentrum in Amden ist seit 2015 in Betrieb und kann rund 120 Flüchtlinge unterbringen.
Nach der Führung informierten die Kantonsrätin Yvonne Suter und Kantonsrat Cornel Aerne über anstehende kantonale Themen.

Miliz versus Zentralisierung

Die CVP-GLP-Fraktion unterstützt zwar das Ziel, die Unklarheiten in den Führungsstrukturen der Berufsfachschulen zu beseitigen. Sie ist im Grundsatz mit dem Gesetzesvorschlag der Regierung einverstanden, spricht sich aber entschieden gegen die vorgeschlagen Organisationsstruktur aus. Laut Cornel Aerne ist die Fraktion mit der vorgesehenen Zentralisierung nicht einverstanden, denn die Änderung sehe vor, die Führung dem Amt für Berufsbildung zu übertragen. Dies würde bedeuten, dass die Berufsfachschulkommissionen dem Amt für Berufsbildung unterstellt würden. Diese Zurückstufung der Kommissionsaufgaben unterstützt die Fraktion nicht. Der Einbezug von Fachpersonen aus Wirtschaft und Gesellschaft  habe grosse Bedeutung. Der Vorschlag der Regierung mit der angestrebten Zentralisierung, könne die Fraktion nicht gutheissen und spreche sich deshalb klar für das Beibehalten des Miliz-Systems aus, erklärt Cornel Aerne.

Den Mittelstand entlasten
Die Kantonsrätin Yvonne Suter referierte als Mitglied der Finanzkommission über anstehende Themen. Im Rahmen der umfangreichen Debatte um den Nachtrag zum Steuergesetz und der aktuellen Diskussion rund um die Erhöhung der Abzüge für die externe Kinderbetreuung treffen diverse wichtige Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Behebung des Fachkräftemangels zusammen. „Die intensive Auseinandersetzung sei ein positiver Schritt“, taxierte Yvonne Suter die Debatte und spannte thematisch den Bogen zur Steuerentlastung für den Mittelstand. Die CVP wolle keine generelle Steuersenkung, denn die finanzielle Lage des Kantons lasse eine Senkung nach dem Giesskannenprinzip nicht zu, so Yvonne Suter. „Stattdessen soll der Mittelstand gezielt um rund 25 Millionen Franken pro Jahr entlastet werden.“ Verschiedene Umsetzungsmassnahmen werden gegenwärtig im Rahmen eines runden Tisches geprüft und bearbeitet.